Baukonjunktur 2017 in Sachsen-Anhalt mit wenig Dynamik Auftragslage: Rückgang beim Wohnungsbau / Öffentlicher Bau legt zu

„Das Bauhauptgewerbe in Sachsen-Anhalt registrierte nach einem mäßigen ersten Halbjahr 2017 in der zweiten Jahreshälfte leichte Wachstumstendenzen, die insgesamt zu einem Ergebnis oberhalb der Vergleichswerte des Vorjahres führten“, erklärte Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt e. V., nach Bekanntgabe der Jahresergebnisse für Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten durch das Statistische Bundesamt.

Nachfrage – Öffentlicher Bau mit starkem Auftragsplus, Wohnungsbau bricht ein

Mit einem Jahresvolumen von 2,1 Mrd. Euro bewegte sich der Gesamtauftragseingang 2017 um 2,8 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Gesamtzuwachs ergab sich allein aus der Entwicklung im öffentlichen Bau. Hier stieg das Auftragsvolumen im Verhältnis zu 2016 um 14,5 Prozent auf 903,4 Mio. Euro an. Anders der Wohnungsbau. Nachdem dieser im ersten Halbjahr 2017 noch Zuwachs verbuchen konnte, brach er in der zweiten Jahreshälfte ein. Das Auftragsvolumen lag 2017 bei 242,6 Mio. Euro und damit um 14,8 Prozent unter dem des Vorjahres. Der Wirtschaftsbau verzeichnete lediglich im vierten Quartal 2017 steigende Auftragseingänge, dies reichte jedoch nicht für ein positives Jahresergebnis. Der Wirtschaftsbau schloss mit Aufträgen im Wert von 920,8 Mio. Euro um 1,8 Prozent schlechter ab als 2016. „Die Entwicklung im Wohnungsbau bereitet uns Sorgen, da diese völlig am Bedarf vorbeigeht. Die Politik muss daher handeln und den Wohnungsbau in Sachsen-Anhalt aktiv ankurbeln“, fordert Momberg.

Bautätigkeit – Alle Segmente mit leichtem Wachstum

Das Bauhauptgewerbe in Sachsen-Anhalt verbuchte 2017 ein Gesamtumsatzergebnis von 2,2 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 1,0 Prozent gegenüber 2016 entsprach. Die Bautätigkeit entwickelte sich im Jahresverlauf nicht geradlinig in die eine oder andere Richtung, sondern sprunghaft und das in allen Segmenten. Dennoch erzielten die Hauptsparten 2017 jeweils Jahresumsatzerlöse leicht oberhalb der Vergleichswerte des Vorjahres. Im Wohnungsbau belief sich das Umsatzvolumen auf 325,9 Mio. Euro (+1,3 %), im Wirtschaftsbau auf 999,2 Mio. Euro (+1,3 %) und im öffentlichen Bau auf 832,1 Mio. Euro (+0,6 %). „2017  verlief die Baukonjunktur in Sachsen-Anhalt eher holprig und war spürbar schwächer als im übrigen Bundesgebiet“, so Momberg.

Beschäftigung – Arbeitsmarkt

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe von Sachsen-Anhalt lag 2017 bei rund 15.500 und damit unter dem Vorjahresniveau (-2,8 %). Die Anzahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Bauleute hat 2017 weiter abgenommen. Im Jahresdurchschnitt lag sie bei 3.600 Betroffenen und damit um 18,2 Prozent unter dem Stand von 2016.

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