Bauhauptgewerbe Sachsen: durchwachsenes Ergebnis im ersten Quartal 2018

Bauhauptgewerbe Sachsen: durchwachsenes Ergebnis im ersten Quartal 2018

Auftragseingang – Wirtschaftsbau mit kräftigem Wachstum / Umsatz – Wohnungsbau legt zu

„Das Bauhauptgewerbe in Sachsen verzeichnete im ersten Quartal 2018 insgesamt eine gestiegene Nachfrage nach Bauleistungen, die sich allerdings nur auf einzelne Segmente stützte, zudem behinderte der sog. Märzwinter die Bautätigkeit im Freistaat nicht unerheblich“, erklärte Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt e. V., nach Bekanntgabe der Märzergebnisse für Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten durch das Statistische Bundesamt.

Nachfrage – Wirtschaftsbau mit starkem Plus, Wohnungsbau und öffentlicher Bau rückläufig

Der Gesamtauftragseingang des sächsischen Bauhauptgewerbes belief sich im ersten Quartal 2018 auf 1,2 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das einen Zuwachs von 6,4 Prozent. Das Wachstum resultierte allein aus einer sehr dynamischen Nachfrageentwicklung im Wirtschaftsbau. Hier stiegen die Bestellungen auf 576,4 Mio. Euro an (+23,6% gegenüber dem ersten Quartal 2017). Der öffentliche Bau verzeichnete ein Auftragsvolumen von 482,9 Mio. Euro und damit unter dem Vergleichswert von 2017 (-4,3%). Der Wohnungsbau verringerte sich noch deutlicher. Mit einem Ordervolumen von 125,3 Mio. Euro verfehlte er das Vorjahresergebnis um 12,1 Prozent. „Der hohe Nachfragerückgang im Wohnungsbau am Beginn des Jahres spiegelt nicht den tatsächlichen Bedarf am sächsischen Wohnungsmarkt wider, sondern kann Resultat einer abwartenden Haltung künftiger Bauherren bis zur gesetzlichen Festschreibung der Verhandlungsergebnisse aus den Koalitionsgesprächen zur Wohnungsbauförderung im Bund sein“, relativierte Momberg das Ergebnis.

Bautätigkeit – Wohnungsbau legt zu, Wirtschaftsbau schwächer als im Vorjahr

In den ersten drei Monaten des Jahres 2018 erzielte das sächsische Bauhauptgewerbe Umsatzerlöse in Höhe von 809,6 Mio. Euro (+3,5 Prozent gegenüber 2017). Der sogenannte Märzwinter, welcher nicht unerhebliche Behinderungen der Bautätigkeit mit sich brachte, verhinderte ein noch besseres Ergebnis. Insbesondere der volumenstarke Wirtschaftsbau hatte damit zu kämpfen. In diesem Segment verfehlte der Umsatz bei einer Höhe von 400,4 Mio. Euro sein Vorjahresergebnis (-1,7%). Der Wohnungsbau überschritt dagegen mit einem Umsatzaufkommen von 125,8 Mio. Euro den Vergleichswert von 2017 deutlich (+15,0%). Auch der öffentliche Bau verzeichnete mit Erlösen von 271,0 Mio. Euro Zuwachs (+6,9%). „Auf Grund der gegenwärtig sehr guten Auftragslage im Wirtschaftsbau rechnen wir damit, dass die Bautätigkeit in diesem Segment noch deutlich an Fahrt aufnehmen wird“, zeigte sich Momberg optimistisch.

Beschäftigung – Lage am Arbeitsmarkt entspannt sich weiter

Im ersten Quartal 2018 beschäftigte das Bauhauptgewerbe von Sachsen durchschnittlich 31.900 Arbeitnehmer. Das waren 3,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Positiv entwickelte sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Bauberufe. Bei der Bundesagentur für Arbeit waren zwischen Januar und März rund 5.400 Arbeitslose des Bauhauptgewerbes registriert. Im Vorjahresvergleich nahm damit die Anzahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Bauleute um 21,1 Prozent ab.

| Kategorie - Presseinfos

Zurück

Ansprechpartner

Lucas Kesterke

  • Referent Politik und Kommunikation
  • +49 341 3363735
  • +49 341 3363734
  • Mail senden »

Susann Stein

  • Wirtschaftspolitik und Kommunikation/ Pressesprecherin (in Elternzeit)
  • +49 341 3363739
  • +49 341 3363734
  • Mail senden »